Was ist Parodontose?

Die Parodontose (Parodontitis) ist eine Erkrankung des Zahnfleischs und des Knochens. Sie wird durch schädliche Bakterien ausgelöst, die eine Entzündung hervorrufen können. Diese wiederum kann einen Rückgang von Zahnfleisch und Kieferknochen bedingen. Anzeichen einer Parodontose sind Zahnfleischbluten, schlechter Geschmack im Mund sowie Mundgeruch. Bei Rauchern fehlt meist das Zahnfleischbluten. Im Endstadium wackeln die Zähne und sind oft nicht mehr zu erhalten.

Besonders anfällig für Parodontose sind die hinteren, bei der täglichen Mundhygiene schwer erreichbaren Backenzähne, sowie schlechter Zahnersatz. Da die Erkrankung schleichend beginnt und oft ohne Schmerzen einhergeht, wird sie häufig über Jahre hinweg nicht erkannt und behandelt.

Die dauerhafte Entzündung im Mund kann sich negativ auf die gesamte Gesundheit auswirken: Das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes (Zuckerkrankheit) oder Rheuma kann sich dadurch um ein Vielfaches erhöhen. Bakterien können sich auf Herzklappen oder Gelenkprothesen ansiedeln. Dies kann zu einem Anstieg der Entzündungswert im Blut führen.

Wie wird Parodontose behandelt?

Das Behandlungskonzept der Parodontose lautet: Entzündungsfreiheit herstellen. Die Behandlung benötigt Zeit und Ihre Mitarbeit.

Sie erfolgt in drei Teilschritten, die wissenschaftlich belegt sind. In den allermeisten Fällen führt die korrekte Anwendung der Behandlung zum Erfolg. Selbst bei Rauchern kann die Situation deutlich verbessert werden.

Diese drei Behandlungsschritte sind:

  • Vorbehandlung
    Dabei werden in zwei bis drei Sitzungen die oberflächlichen Beläge, Zahnstein und auch Verfärbungen entfernt. Gemeinsam mit Ihnen wird besprochen, auf welche Bereiche im Mund besonders zu achten ist und welche Hilfsmittel sie dafür benutzen können. Nach der Vorbehandlung ist die Parodontose bereits deutlich verbessert. Es erfolgt eine Zahnfleischtaschenmessung. Alle tiefsitzenden und entzündeten Taschen werden im nächsten Schritt weiterbehandelt.
  • Hauptbehandlung
    Zähne mit tiefen und entzündeten Taschen werden mit einer sanften Betäubung nochmals in der Tiefe besonders gründlich gereinigt. Dies kann in einer oder zwei Sitzungen erfolgen.
  • Nachbehandlung
    Sechs bis acht Wochen nach der Hauptbehandlung wird kontrolliert, ob die Parodontose ausgeheilt ist. Je nach Ergebnis wird die Häufigkeit der Nachbehandlung festgelegt. Diese besteht aus einer professionellen Zahnreinigung, abgestimmt auf Ihre Parodontose. Die regelmäßige Durchführung verhindert, dass die Parodontose zurückkehrt. Ohne Nachbehandlung ist eine Parodontosebehandlung nie erfolgreich. Daher haben viele Patienten trotz einiger Behandlungen in der Vergangenheit immer noch eine aktive Parodontose.

Die Nachbehandlung ist deswegen so wichtig, da ein Parodontosegebiss deutlich schwerer zu reinigen ist als ein naturgesundes Gebiss. Sie brauchen die regelmäßige Reinigung und Kontrolle, um die Entzündungen dauerhaft zu beseitigen.

Durch die Parodontose-Behandlung kann verlorengegangenes Zahnfleisch und Kieferknochensubstanz nicht wiedererlangt werden. Lediglich der weitere Rückgang von Zahnfleisch und Kieferknochen wird verhindert und somit auch der mögliche Zahnverlust. Besonders unangenehmem ist der Verlust von Zähnen, die Brücken tragen, da somit die ganze Brücke verloren geht.

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Vermuten Sie, an einer Parodontitis erkrankt zu sein? Kommen Sie gerne zur Abklärung Ihres persönlichen Risikos auf uns zu. Sollte sich Ihr Anfangsverdacht tatsächlich bestätigen, sind wir Ihr Partner für eine erfolgreiche Behandlung der Erkrankung.

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